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F. Zawrel – Erbbiologisch und sozial minderwertig ist ein tiefgreifendes Puppentheater-Stück über Friedrich Zawrel, einen der letzten lebenden Zeitzeugen der NS-Euthanasie-Verbrechen. Das Stück erzählt Zawrels erschütternde Lebensgeschichte: Als Kind wurde er in der Wiener „Spiegelgrund"-Anstalt während des Zweiten Weltkriegs gefangen gehalten, wo hunderte behinderte und angeblich genetisch „minderwertige" Kinder ermordet wurden. Ein Arzt stigmatisierte Zawrel als „erbbiologisch und sozial minderwertig". Nach seiner Flucht im Alter von 15 Jahren überlebte er Jahre auf der Straße und im Gefängnis, bevor er in der Nachkriegszeit dem gleichen Arzt begegnete. Zawrel wurde ein entscheidender Zeuge bei der Verfolgung dieser Verbrechen.
Der österreichische Künstler Nikolaus Habjan erzählt Zawrels Geschichte mittels feinfühligem Puppentheater – nach intensiven persönlichen Gesprächen mit Zawrel vor dessen Tod im Jahr 2015. Das Stück hat über 600 Aufführungen erlebt und wurde 2012 mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet. Habjans Puppenarbeit transformiert dieses dunkle historische Kapitel in zutiefst menschliche Geschichtenerzählung. Dies ist essentielles Theater über Erinnerung, Überleben und die Bedeutung von Zeugnis ablegen.
Dauer: 2 Stunden, keine Pause. Ab Klasse 9 empfohlen.

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