all the rivers flow: The Insisting Body
all the rivers flow: The Insisting Body
Über das Event
Eine Lecture-Performance und Installation, die aus einer einmonatigen Dauerperformance an dreißig Orten in Berlin hervorgeht. Die Orte sind von historischer und gegenwärtiger Gewalt gezeichnet. Michael(a) Daoud blieb dort jeweils reglos im öffentlichen Raum, zunächst eine Stunde lang, und verkürzte die Dauer bis zum letzten Tag auf fünfzehn Minuten. Der Körper wird dabei zugleich Zeuge und Archiv.
Die Arbeit fragt nicht, wie Gewalt dargestellt werden kann, sondern wie sie durch Wiederholung, Erinnerung und institutionelle Strukturen an Orten weiterwirkt. Choreografie verstehen die Beteiligten im ursprünglichen Sinne als das Einschreiben eines Ortes in den Körper. Durch Stillstand, Erschöpfung, Klang, projizierte Dokumentation und räumliche Eingriffe entfaltet sich die Performance als lebendige Kartografie, die fragt, was bleibt, wenn Gewalt aus dem Blickfeld verschwunden ist.
Ablauf
- Vorstellungen am 5. und 6. November
- Die haptische Führung beginnt um 18:30 Uhr
Mitwirkende sind Michael(a) Daoud (Konzept, Performance, Recherche, Text, Installation), Zain Saleh (Dramaturgie), Bethany Tiger Morgan (Zugangsdramaturgie), Liza Root (Lichtdesign) und Lena Drazinou (räumliche Gestaltung).
Blinde und sehbehinderte Besucher*innen sowie ihre Begleitung haben freien Eintritt. Eine Audiodeskription ist verfügbar, die Anmeldung dafür bitte 3 Tage im Voraus. Assistenzhunde sind willkommen. Das ausland liegt am Ende eines Hinterhofs im Kellergeschoss, der Boden im Hof ist uneben.
