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Polaris ist ein surreales Mocumentary-Theaterstück zwischen Fiktion und filmischer Dokumentation – eine einzigartige Koproduktion des Deutschen Theaters Berlin mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen und dem Théâtre National du Luxembourg.
Die Geschichte beginnt mit einer wahren Begebenheit: Im Oktober 2018 berichtete das Focus-Magazin von einem „Nervenzusammenbruch in der Antarktis", als zwei russische Forscher – Oleg B. und Sergeij S. – in einen blutigen Streit gerieten. Der Grund: Oleg verriet die Endung eines Buches, das Sergeij gerade las. Was zunächst absurd wirkt, enthüllt eine tiefe Geschichte über menschliche Grenzen in der unendlichen Eiswildnis.
Regisseur Jan-Christoph Gockel reiste im Januar 2026 zusammen mit Dokumentarfilmer Lion Bischof und den Schauspielern Julia Gräfner und Wolfram Koch zur Neumayer-Station III in die Antarktis. Sie drehten Originalaufnahmen vor Ort – ein für das Theater beispielloses Unterfangen. Die entstandenen Filmaufnahmen verschmelzen auf der Bühne mit Live-Performance und Musik von Anton Berman zu einer einzigartigen künstlerischen Erfahrung.
Die Antarktis wird hier zum Niemandsland – einem der letzten gemeinsamen Räume der Menschheit. Sie funktioniert zugleich als Landkarte des Erzählens und als Spiegel menschlicher Bewusstseinszustände. Das Stück erforscht, wie Menschen in extremen Bedingungen miteinander umgehen, welche Rolle Literatur und Imagination spielen können und wie fragil menschliche Zivilisation ist.
Uraufführung, 1 Stunde 45 Minuten ohne Pause. Empfohlen ab Klasse 11. Warnung: Stroboskop-Effekte.

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