Event
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Ein Diskussionsabend zur zeitgenössischen russischen Erinnerungspolitik und den aktuellen Tendenzen, Stalin zu monumentalisieren. Im Frühjahr 2026 stuft das russische Oberste Gericht die Menschenrechtsorganisation "Memorial" als extremistisch ein – ein Schlag für ihre jahrzehntelange Arbeit, Verbrechen der Stalinzeit zu dokumentieren und zu bewahren.
Die Veranstaltung beleuchtet, wie Memorials Archive und Forschung unter politischem Druck fortbesteht und untersucht die widersprüchliche Rehabilitation Stalins in der zeitgenössischen russischen Gesellschaft. Wie können autoritäre Narrative Geschichte umdeuten? Was bedeutet es für die Erinnerungskultur, wenn Denkmäler wiederaufgestellt und historische Figuren umgedeutet werden?
Zu Gast sind Irina Scherbakowa, 1949 in Moskau geboren, Germanistin und Kunsthistorikerin sowie Mitgründerin von Memorial, die seit 2022 im Deutschen Exil lebt, und Wladislaw Hedeler, seit 1953 in Tomsk geboren, Spezialist für Stalinismus und deutsche Emigration in die Sowjetunion. Die Diskussion wird von der Historikerin Annette Leo moderiert.
Ein wichtiger Diskursbeitrag zu Fragen von Geschichtspolitik, Autoritarismus und demokratischer Erinnerungskultur in Europa.

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