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Nach Miranda Julys Debütroman erzählt dieses zartes Theatersolo die Geschichte einer Frau, die glaubt, ihr Leben vollständig unter Kontrolle zu haben. Cheryl ist aufgeräumt, organisiert und strukturiert – doch unter dieser akribischen Ordnung lauert emotionale Leere. Mit Anfang vierzig weiß sie immer noch nicht wirklich, was Liebe bedeutet.
In ihrer Fantasie führt sie eine leidenschaftliche Beziehung zu Philipp, einem Vorstandsmitglied ihrer Firma. Doch dieser stellt sich an Cheryl, um Erlaubnis für seine neuen Eroberungen zu bitten. Ein seismischer Schock folgt, als die junge, lebenslustige Clee bei Cheryl einzieht – eine Frau halb so alt, mit langen blonden Haaren und radikaler Offenheit. Sie stellt Cheryls gesamte Welt infrage.
Maren Eggert liefert eine beeindruckende schauspielerische Leistung in dieser schrägen, zarten und berührenden Meditation über Selbstkontrolle, Gefühlschaos und Mutterschaft. Unter Sarah Kurzes Regie wird die Kammer des Deutschen Theaters zur Arena für eine subtile, doch profunde Erkundung dessen, wie fragil unsere Kontrollillusionen sind und wie tiefgreifend echte menschliche Verbindung sein kann.
Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause

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