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Ein literarischer Abend, auf dem zwei Autoren ihre Romane vorstellen, die sich mit psychischen Ausnahmezuständen und der menschlichen Psyche auseinandersetzen.
Leon Engler präsentiert seinen Debütroman »Botanik des Wahnsinns«, der die Psychiatriegeschichte seiner eigenen Familie thematisiert. Durch die Perspektive eines Protagonisten, der bei einem Umzug seine familiären Erinnerungen verliert, erforscht Engler die tiefgreifenden Auswirkungen von Psychiatrieaufenthalten, Alkoholsucht und Depressionen auf Familiendynamiken. Als Psychotherapeut und Schriftsteller versucht er, das System der Psychiatrie mit all seinen Absurditäten literarisch zu durchdringen und zu verstehen.
Rina Schmeller bringt ihren Roman »Co« mit, der die komplexe Dynamik von Codependenz erzählt. Ihre Protagonistin findet sich in einer Beziehung wieder, die von der Alkoholsucht ihres Partners bestimmt wird. Der Roman beschreibt eindringlich, wie sie schrittweise in eine emotionale Abhängigkeit rutscht, bis ihre eigene Identität völlig aufgelöst ist. Die Geschichte beschreibt ihren mühsamen Weg zur Selbstbestimmung und ihre Versuche, sich aus den Fesseln dieser destruktiven Beziehung zu befreien.
Der Abend stellt grundsätzliche Fragen darüber, was Normalität bedeutet und ob es sie überhaupt gibt. Durch persönliche Geschichten und literarische Reflexion erkunden beide Autoren psychische Grenzerfahrungen.

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