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Das Berliner Ensemble präsentiert ein Diskursprojekt, das die Stimmen der Zivilgesellschaft im Osten Deutschlands sichtbar macht. Lange galt das Vorurteil, dass es im Osten an Demokratieverständnis und zivilgesellschaftlichem Engagement fehlte – doch diese Stereotypen werden hier aufgebrochen. Gemeinsam mit Autor Hendrik Bolz gibt das Ensemble Einblicke in eine Gesellschaft, die vielfältiger ist, als oft behauptet wird.
Im Zentrum dieser Veranstaltung steht die Begegnung zwischen Hendrik Bolz und dem Musiker Betterov (eigentlich Manuel Bittorf). Bittorf wuchs in einem Dorf in Thüringen auf, genau dort, wo einst die Grenze zur BRD verlief. Sein Vater floh 1989. Mit seinem Album "Große Kunst" erzählt Betterov von Flucht, Heimat, Scham und dem langen Nachhall der DDR – und davon, was Herkunft mit einem Menschen macht. Sein 2025er Album platzierte sich in den Top 10 der deutschen Album-Charts.
Das Projekt wechselt zwischen zwei Formaten: Das Ensemble lädt zivilgesellschaftliche Akteure nach Berlin-Mitte ins Ensemble ein, besucht aber auch Organisationen direkt im Osten. Ein wichtiger Dialog über Identität, Geschichte und gesellschaftlichen Zusammenhalt, der tiefe Einblicke in eine Region bietet, deren Wirklichkeit komplexer ist als ihre mediale Darstellung.
Im Rahmen des Pop-Kultur Festivals 2026.

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