Event
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Die Pomegranate Collective erforscht die Auswirkungen von Ideologie auf den menschlichen Körper – wie unsere Körper durch kollektive Gesang, Choreographie und wiederholte symbolische Handlungen politisch geprägt worden sind. Das Projekt bringt Künstler*innen aus Israel, Syrien und der DDR zusammen, deren persönliche und kollektive Biografien trotz ihrer Unterschiede auf ähnliche Weise ideologisch geformt wurden.
Die Residency untersucht, wie nationale und kulturelle Identitäten durch Hymnen, Gesten und Symbole in unsere Körper eingeschrieben werden. Die Künstler*innen widerstehen nun explizit diesen Formationen, doch die musikalischen und performativen Apparate haben noch immer eine starke Wirkung auf sie – sie schmecken nach Heimat. Das Werk verbindet Trauer mit Nostalgie, Empathie mit Widerstand, Kritik mit der Anerkennung von Mitverantwortung.
Durch somatische, vokale und visuelle Erkundung schaffen sie einen mehrsprachigen Raum, in dem gemeinsame Muster über Kontexte hinweg sichtbar werden. Das Projekt bietet eine Gelegenheit, die komplexen Verbindungen zwischen Nationalismus, Kolonialismus und Volkskulturen nachzuvollziehen – insbesondere angesichts des laufenden Völkermords in Palästina und der andauernden Expansion von staatlicher und kolonialer Gewalt in der Region.

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